Die Geschichte der Schule in Soyen

1780  soll es in Rieden bereits eine “Art” Schule gegeben haben. Der Eintrag in einer Pfarrmatrikel berichtete nämlich: „Die Pfarrey Rieden hat jetzt ein Schuel".(Bild)

 1786  wurde in Rieden ein Schullehrer erwähnt.
Der Müllerssohn Johann Wolfgang Winkler aus Zell, Gericht Aibling, ehelicht die ehrsame Jungfer Eleonore Hunhauser, Tochter des Pflegers auf Hohenburg. Winkler ist Schullehrer in Rieden.

 1802  trat in Bayern die allgemeine Schulpflicht in Kraft.
Preußen und andere Länder hatten schon einige Zeit eine Verpflichtung zum Schulbesuch. In Bayern wurde erst 1802 mit der sechsjährigen Unterrichtspflicht ein entsprechendes Gesetz erlassen. Bis aber überall bei uns das Schulwesen funktionierte, dauerte es noch lange.

1811  wurde in Rieden das frei gewordene Mesnerhaus an der nördlichen Friedhofsmauer als Schule eingerichtet. Dieses erste Schulhaus diente den Kindern bis 1866. Dann wurde es verkauft.

 

1866  wurde westlich der Riedener Pfarrkirche, rechts an der Straße nach Strohreit, ein neues, ansehnliches Schulhaus mit zwei Klassenzimmern und einer Lehrerdienstwohnung in Betrieb genommen.(Bild)

1891  unternehmen Bürger den Versuch für die Gemeinden Soyen, Schlicht und Teilen von Lengmoos und Rechtmehring in Soyen eine Zentralschule zu errichten. Der Versuch scheiterte am Riedener Pfarrer, am dortigen Lehrer und an einigen Gemeinderäten. Das Riedener Schulhaus wurde 1892 um zwei Klassenzimmer auf vier Unterrichtsräume erweitert.

 

1938  wurde für die Gemeinde Schlicht eine eigene Schule geplant.

1945  wurden nach dem 2. Weltkrieg in Rieden fast 300 Kinder in 5 bis 6 Klassen von drei Lehrern im Schichtunterricht betreut. Es gab verhärtete Fronten bei den Alternativvorschlägen für das neue Schulhaus: Erweiterungsbau in Rieden, Neubau einer Grundschule für den Schulverband Soyen-Schlicht-Schleefeld in Soyen oder Neubau einer zweiklassigen Grundschule für die Gemeinde Schlicht.

 

 1951  wurde der Neubau einer eigenen Schule mit zwei Klassenräumen und Lehrerwohnhaus bei der Kapelle St. Koloman in der damaligen Gemeinde Schlicht beschlossen.

 1958  begann der Unterrichtsbetrieb in der Grundschule Schlicht mit 64 Schülern in zwei Klassenzimmern mit den Klassen 1 - 4 und 5 - 8. Schule und Wohnhaus kosteten 309.000 DM. In Rieden begann das Schuljahr ohne die Schüler aus Schlicht mit 123 Kindern und drei Lehrern. Am 8. Januar 1958 nahmen die Kinder von ihren neuen Klasszimmern Besitz. Dies war gleichzeitig die Geburt der “Ortschaft Schlicht”. Doch erst 1960 wurde der Ortsname “Schlicht” amtlich verfügt.(Bild)

 

 1961  war das Jahr des Endausbaus der Schule in Schlicht mit drei Klassenzimmern, Werkraum, Schulküche (bis 1969 auch von der Schule Rieden mitbenützt), Brausebad, Gruppenraum, Lehrmittelraum, Sportgeräteraum und Pausenhalle sowie ausgezeichneter Lehrmittelausstattung. Die modernste zweiteilige Landschule im Landkreis Wasserburg war in den folgenden Jahren das Ziel zahlreicher, auch prominenter Besucher.(Bild)

 1969  bedingte die Schulreform die Gründung der Grundschule Soyen als „Teilhauptschule mit den Klassen 1 bis 6" und den Unterrichtsorten Rieden und Schlicht.

 Rudolf Port übernimmt die Schulleitung.

 

1972  wurde das neue Schulhaus in Soyen nach zweijähriger Bauzeit mit sechs Klassenzimmern, Werkraum, Physiksaal, Turnhalle und Sportplatz als „Grund- und Teilhauptschule" (d. h. für die Klassen 1 - 6) in Betrieb genommen. Ab der 7. Klasse mussten die Schüler an die Hauptschule Wasserburg wechseln.
 Die Gesamtkosten betrugen etwa 2 Millionen Mark. Gleichzeitig wurde in den Schulhäusern Rieden und Schlicht der Betrieb eingestellt. Am 27.6.1972 wird das Schulhaus Rieden mit 5720 qm großem Grundstück zum Preis von 270.000 DM an den Diplom-Kaufmann Assessor Philipp Schlosser, München, verkauft und viele Jahre als Schülerwohnheim betrieben. Dann war es ein Seminarhaus.
(Bild)

 

1976  Lorenz Huber wird Schulleiter in Soyen

 

 

1984  Ferdinand Schuster übernimmt die Schulleitung.

 

1987  wurde das Schulhaus Soyen baulich erweitert: Aufstockung des bisher eingeschossigen Verbindungsbaus zwischen Schultrakt und Turnhalle mit Änderung der Dachkonstruktion zum Walmdach. Dadurch wurden zusätzliche Schulräume, ein Lehrerzimmer und ein Theaterraum geschaffen.

 

 

1996  Eberhard Basler wird Direktor an der Grundschule Soyen.

 

2000  verkaufte die Gemeinde Soyen am 31.1.2000 das ehemalige Schulhaus Schlicht mit 4920 m² großem Grundstück zum Preis von 1,5 Millionen Mark an den Pächter.
Das Gebäude war seit 1974 verpachtet und wurde zuerst als Therapiezentrum und anschließend als Pflegeheim genutzt. Die “Pflegeheim St. Martin GmbH” pachtete ab 1997 zuerst das ehemalige Schulhaus, kaufte es von der Gemeinde im Jahr 2000 und baute es um.

 

 

Rudolf Fichtner wird neuer Schulleiter in Soyen.

2005  mussten die Klassen 5 und 6 zum ersten Mal die Grundschule Reitmehring besuchen, obwohl für die 5. Klasse genügend Schüler für eine Klassenbildung in Soyen vorhanden waren. Politisch gewollt, war die Grundschule Soyen wie die meisten anderen bayerischen Teilhauptschulen damit eine reine Grund-schule mit den Jahrgangsstufen 1 - 4.

 2007  wurde die energetische Sanierung der Grundschule Soyen in Angriff genommen, die dringend notwendig war. Dazu gehörten eine umfassende Außen- und Dachdämmung, neue Fenster und Türen, die Erneuerung des Sonnenschutzes und eine neue Fassadengestaltung.
Die Schule wurde mit allen anderen öffentlichen Gebäuden an die gemeindliche Hackschnitzelheizung angeschlossen. Die Gesamtkosten der Anlage beliefen sich auf ca. 750.000.-€. Anstelle 60.000 Liter Heizöl werden jetzt pro Jahr ca. 750 cbm Waldhackschnitzel aus Abfallholz verbraucht, was eine CO2-Einsparung von etwa 200 Tonnen pro Jahr bedeutet und somit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz darstellt. Barbara Münzing-Paech wird neue Schulleiterin an der Grundschule Soyen.

2009 - 2010  folgt die Verbesserung des Brandschutzes an unserer Schule. Mit Investitionskosten von 200.000.- € wurde die gesamte Schule auf den neusten Stand der Brandsicherheit gebracht, inkl. Einbau einer Brandmeldeanlage mit Aufschaltung auf eine Leitzentrale. Die Schule wurde innen komplett saniert, nach einem Farbkonzept von Christoph Böklen. Auch die Innentüren wurden im Zuge der Renovierung mit einem Gesamtaufwand von ca. 70.000.- € erneuert.

2011  werden die Sportanlagen saniert und restliche Sicherheitsmängel beseitigt. Die Innentür zum Schulgebäude wird brandschutztechnisch erneuert.